2011 war das Jahr der TV-Gerätehersteller. Das sollte man zumindest angesichts der Neuigkeiten aus der Branche meinen: im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland rund 10 Millionen Fernseher verkauft, davon 1,7 Millionen Einheiten aus der Sparte 3D-TV. So ganz glücklich ist die Branche darüber allerdings nicht, denn trotz der Rekord-Absatzzahlen wirkte sich der Preisverfall negativ auf die Umsätze aus, die um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrachen.
Dennoch erzielte die Branche mit rund 10 Millionen Fernseher laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) einen Umsatz von knapp 6 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis der Geräte lag demnach bei rund 600 Euro. Kein Wunder, denn natürlich sind die technisch aufwändigeren und noch vergleichsweise neueren 3D-TV-Geräte meist noch etwas kostspieliger als herkömmliche Fernseher, und immerhin wurden im Jahr 2011 rund 1,7 Millionen Fernseher mit 3D-TV verkauft. Den Löwenanteil am Absatz machten dabei Smart-TVs aus, die sich mit Internetzugang und zahlreichen Anschlussmöglichkeiten nahtlos ins heimische Unterhaltungsnetzwerk einbinden lassen und nicht nur Infos und Videodownloads aus dem Internet von Youtube oder Video on Demand-Plattformen ermöglichen, sondern gleich noch als Zentrale für das Unterhaltungssystem dienen und oftmals auch mit Smartphones und Tablets verknüpft werden können. Über 3,4 Millionen solcher Geräte verkauften sich im Jahr 2011, deutlich mehr als 2010, wo im selben Zeitraum knapp 2 Millionen Smart-TVs über den Tisch gingen.
Ob Smart-TV, 3D-TV, HDTV, DVB-C oder DVB-S, LED oder LCD, ein Trend wird angesichts des Reports der GFU überdeutlich: der Trend geht hin zu mehr Diagonale. 58 Prozent ihres Gesamtumsatzes erzielte die Branche mit Fernsehern, deren Diagonale bei 37 Zentimetern und darüber liegt, was deutlich zeigt, dass die Tage gezählt sind, an denen sich die Familie im Wohnzimmer um einen kleinen Fernseher scharte. Brillante Displays mit Full-HD, 3D-TV, Internet und Dolby Surround lassen nicht nur die Kassen der Märkte klingeln, sondern sorgen auch für deutlich mehr Kinofeeling beim Fernsehen. Und auch die Film- und Rundfunkindustrie schläft nicht und liefert zunehmend Programme und Filme in Bestqualität – zumindest, was die Optik anbelangt.


